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Im WT - QiGong unterscheiden wir zwei Arten von Schmerzen, den Verletzungsschmerz und den degenerativen Schmerz. Der Verletzungsschmerz ist zum Beispiel eine Verstauchung des Handgelenks. In diesem Fall sagt uns der Schmerz, wir sollen das betroffene Gelenk schonen und nach einiger Zeit ist der Schmerz abgeklungen und wir können uns wie gewohnt bewegen. Der degenerative Schmerz entsteht durch einseitige oder eingeschränkte Bewegungen, über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Das führt dazu, dass Muskeln, Gelenke und Knochen nicht wie vorgesehen beansprucht werden. Die Muskeln verkümmern, der Knorpel kann sich nicht richtig ernähren und die Knochendichte verringert sich. Das Verkümmern beziehungsweise Verkürzen der Muskulatur ändert die Gelenkgeometrie. Diese Veränderungen am Gelenk haben oft eine höhere Belastung des Knorpels zur Folge. Der Körper versucht die nun für das Gelenk schädliche Bewegung mit Schmerz zu stoppen. Die häufig vertretene Meinung Gelenkverschleiß würde die Schmerzen auslösen wurde durch unterschiedliche Studien widerlegt. So gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Schmerzen und Arthrose. Ebenso wurde nachgewiesen, dass viele altersbedingte, im Röntgenbild dramatisch wirkende Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule ohne besondere Schmerzen oder Einschränkungen verlaufen können. In dem Fall, wenn kein Knorpel mehr vorhanden ist und die Knochen aufeinander reiben kann durch den Verschleiß Schmerz ausgelöst werden. Bei den meisten Menschen entsteht der Schmerz aber schon viel früher. Und zwar in dem Augenblick, wo der Körper eine Veränderung der Gelenkgeometrie erkennt. Die ersten Anzeichen können neben Bewegungseinschränkungen die bekannte Wetterfühligkeit, Zugluftempfindlichkeit, Migräne in Stresssituationen oder die Schmerzen morgens nach dem Aufstehen sein. Anders als beim Verletzungsschmerz hat bei degenerativen Schmerzen ein Ruhigstellen der betroffenen Gelenke meist nur ein weiteres Verkümmern zur Folge. Schmerzmittel betäuben den Schmerz, die schädigende Bewegung wird mit ausgeschaltetem "Warnsystem" fortgesetzt, wodurch die Gelenkschädigung noch unterstützt wird. Die oft letzte Möglichkeit, eine Operation, ist auch in Fachkreisen immer mehr umstritten. Röntgenbilder und Computertomogramme, die lange Zeit als eindeutige Diagnoseinstumente herangezogen wurden, gelten heute als wenig aussagekräftig, da "objektiv" feststellbare Veränderungen zum Beispiel an der Wirbelsäule und subjektiv erlebte Schmerzen selten zusammenpassen. Die einzige Lösung ist, an den Ursachen zu arbeiten. Und die Ursache ist in den meisten Fällen eine einseitige oder eingeschränkte Bewegung. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass der Körper langsam an möglichst viele und vor allem unterschiedliche Bewegungsreize herangeführt wird. Hierdurch werden nicht nur Muskeln, Knorpel und Knochen mit wichtigen Reizen versorgt, auch unser Gehirn muss neue Bewegungen erlernen, dass wiederum führt mit der Zeit auch zu einem flexiblen meist auch positiverem Denken. Die Botschaft des Schmerzes heißt also: "Bewegen Sie sich, aber richtig!". |
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